Selbstliebe

Me, myself and I: In drei Schritten zu mehr Selbstliebe in Deinem Leben

Fulfillness Coach Kaja Otto kennt sich mit Selbstliebe aus! MOMazing Yoga Mama Mami Blog Yogamama

Wenn es um das große Thema Selbstliebe geht, können die meisten Mamas einen kleinen Anstupser gebrauchen. Für MOMazing hat die wunderbare Kaja Otto darüber geschrieben, was Selbstliebe für sie bedeutet und wie Du noch heute mehr davon in Dein Leben bringen kannst. Kaja arbeitet als Fulfillness-Coach – sie hilft ihren Kundinnen ihre individuelle Erfüllung zu finden. Hier und jetzt coacht sie Dich, viel Spaß!


Überall schallt es einem entgegen: Du musst Dich nur selbst lieben, dann wird Dein Leben wunderbar! Wenn Du Dich erst wirklich selber liebst, wird alles anders. Liebe Dich selbst und es ist egal, mit wem Du Deine Zeit verbringst. Das Problem an diesen Sätzen ist allerdings ganz oft, dass sie genau das Gegenteil auslösen, denn einer der ersten Gedanken ist bei vielen: Oh mein Gott. Liebe ich mich vielleicht nicht genug und deswegen ist mein Leben nicht perfekt? Ich bin nicht gut genug darin, mich selbst zu lieben. Oh man, ich wünschte ich könnte mich so lieben, wie die Frau in dem Bericht. Und damit entfernen wir uns direkt wieder einen Schritt von der Selbstliebe.

Meine Essenz zum Thema Selbstliebe: Alles ist gut!

Ich habe über die Jahre viele Ansätze kennen gelernt, Lehren angeschaut und Gurus gelauscht. Wenn es um Selbstliebe geht, habe ich eine Essenz für mich daraus gezogen: Alles ist gut. Ich bin gut so, wie ich bin. Und zwar auch, wenn ich meinen kleinen Zeh nicht perfekt finde oder manchmal heimlich ein Stück Schokolade esse. Die idealen Bilder, die uns so oft vermittelt werden, sind eben genau das: Ideal-Vorstellungen. Und so lange wir uns an denen orientieren, kommen wir nie in der Realität an.

Ich war damit beschäftigt, mich in Richtung Selbstliebe zu optimieren

Ich habe selber jahrelang geglaubt, dass ich mich doch gesünder ernähren müsste, weil ich mich erst dann wirklich selber liebe, mehr Sport machen müsste, da ich erst dann meinen Körper wirklich liebe, mehr meditieren müsste, da ich erst dann wirklich eine Verbindung zu meiner inneren Liebe aufbauen kann, keinen Zucker mehr essen dürfte, da der ja schlecht für mich ist und so weiter. Und so war ich damit beschäftigt, mich in Richtung Selbstliebe zu optimieren, bis ich eines Morgens vor meinem Smoothie saß und weder Bock auf den Smoothie, noch die Meditation, noch den Sport hatte. Das war der Moment, in dem ich einfach aufgestanden bin und mich ans Wasser gesetzt habe. Und während ich aufs Wasser blickte, die Morgenstimmung aufsaugte und die Vögel beobachtete, passierte es: Ich war so sehr bei mir selbst, wie schon lange nicht mehr.

In der Hingabe für den Moment liegt die wahre Selbstliebe

Anstatt in der Disziplin zu verharren, habe ich auf den femininen Impuls in mir gehört und mich dem voll und ganz hingegeben. Und auf einmal war ich erfüllt, fühlte mich erfüllt und konnte richtig spüren, wie mein Herz sich öffnete. Ich vernahm ein tiefes Aufatmen meiner inneren Göttin und konnte spüren, wie sie ganz vorsichtig wieder anfing zu tanzen. Selbstliebe bedeutet für mich, das zu tun, wonach mein Herz, meine innere Göttin verlangt. Wir sind im Alltag so oft in Regeln und einer (auferlegten) Selbstdisziplin eingebunden, dass oft wenig Spielraum dafür da ist, mich zu fragen „was ist jetzt?“ und mir die Freiheit zu nehmen, dem Impuls zu folgen. Aber genau in dieser Freiheit und in der Hingabe für den Moment liegt die Magie der wahren Selbstliebe.

 

Wie können wir es also schaffen, mehr Selbstliebe in unser Leben zu bringen? Wie bei allem anderen, ist auch Selbstliebe etwas, was trainiert werden kann. Neurologen sagen, dass es 21 Tage dauert, bis aus Verhalten Gewohnheiten werden. Wenn Du also 21 Tage lang jeden Tag Selbstliebe und Hingabe praktizierst, wirst Du merken, wie es Dir von Mal zu Mal leichter fällt und quasi zur Gewohnheit wird. Dazu habe ich hier ein paar Anschub-Tipps, die sich gut in den Alltag integrieren lassen und auch nach den ersten 21 Tagen weiterhin kleine Wunder im Alltag bewirken.

Selbstliebe-Expertin und Fulfillness-Coach Kaja Otto MOMazing Yoga Mama Mami Blog Yogamama

Selbstliebe-Speicher

Zuallererst machst Du Dir eine Liste all der Dinge, die Du gerne machst und die Deine innere Göttin zum Strahlen bringen: Eis essen, tanzen, malen, am Wasser sitzen, singen, eine Massage bekommen, … schreibe alles auf, was Dir einfällt, Dinge die Dir Genuss bringen, Dich tiefer atmen lassen, Dich lächeln lassen. Wenn Du die Liste komplett hast, schreibst Du jeden Punkt auf je drei kleine Zettel faltest sie und steckst sie in ein großes Einmachglas oder in eine Schachtel. Als nächstes nimmst Du Deinen Terminkalender und blockst Dir für die kommenden 21 Tage jeweils mindestens 15 Minuten für Dich. Das ist Deine Zeit zum Selbstliebe-Aufladen. Du kannst jetzt schon am Abend vorher – Vorfreude ist bekanntlich ja die schönste – oder am Morgen einen Zettel aus Deinem Speicher ziehen und Deine innere Göttin mit dieser Liebestat zum Leuchten bringen. Der Vorteil des Speichers ist, dass er uns hilft, einfach in Aktion zu kommen. Du wirst feststellen, dass wenn Du erstmal anfängst, dir neue Ideen kommen, welchen Dingen Du Dich noch hingeben magst.

Atempause

Oftmals passiert es im Alltag, dass wir schnell Dinge oder Aktivitäten zusagen, die, wenn wir ehrlich sind, eigentlich zu viel sind, oder und nicht wirklich Spaß machen. Das Schwesternpaar Pflichtgefühl und Harmoniebedürfnis verführt uns oftmals dazu Ja zu sagen, obwohl unser Herz und unsere Göttin eigentlich Nein sagen würde. Wenn wir uns dessen bewusst werden, ist es zu spät, um elegant zurückzurudern. Eine wunderbare Übung, um Selbstliebe zu trainieren, ist die Atempause. Jedesmal, wenn Dich jemand zu etwas committen will, antwortest Du nicht sofort, sondern machst eine Atempause. Sei es, dass Du kurz ums Eck gehst, nochmal zuhause in den Kalender schaust, einen offenen Termin abklären musst. Was auch immer Deine Erklärung für den Fragenden ist, wichtig ist, nicht direkt zu antworten, sondern in Ruhe reinzuspüren, ob Du das wirklich willst. Dazu hilft es die Augen zu schließen und einfach in Deinen Körper zu spüren, während Du dir vorstellst Ja zu sagen. Spürst du Freude: Go for it! Wenn nicht: fällt Dir eine für Dich gute Alternative ein? Z.B. ein anderer Zeitpunkt, eine andere Aktivität? Wenn nicht, dann gilt: Wenn es kein HELL YES! Ist, dann ist es ein HELL NO!. Mir hilft es dabei, mich immer daran zu erinnern, dass ein Nein zu Anderen auch immer ein Ja zu mir ist. Und ja, die ersten Male fallen noch schwer, aber es wird leichter, mit der Klarheit, die kommt.

Liebes-Liste

Die Liebes-Liste besteht aus drei Punkten. Am besten besorgst du dir eine Büchlein oder Heft, in dem du die kommenden 21 Tage jeden Abend die folgenden Fragen für dich beantworten kannst:

Was habe ich heute für mich getan? Wo bin ich heute für mich eingestanden? Was hat mein Herz zum Hüpfen gebracht?

Durch die regelmäßige Beantwortung der Fragen schärfst Du Deinen Blick und Deinen Fokus. Und holst Dir Dinge ins Bewusstsein, was Dein Handeln verändern kann.

Selbstverständlich musst Du jetzt nicht mit allen drei Dingen auf einmal starten – such dir eine Methode aus, die Dich anspricht. Wenn Du Unterstützung brauchst, frag eine Freundin ob sie mitmacht. Und wenn Du Dir bei all dem die Frage stellst, ob Du nicht vielleicht zu egoistisch bist, dann lohnt es sich, einen Blick hierauf zu werfen. Ich wünsche dir viel Spaß beim „Kick-Start“ zur Selbstliebe und beim Tanz mit deiner inneren Göttin. Und bin gespannt zu erfahren, wie es dir ergangen ist.

 

 

 

Mehr zu Kaja findest du unter kajaotto.com oder auf Instagram, Facebook & Twitter.

 

 

Fotos: privat



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