Ritual Union // Warum jede Beziehung spirituell ist

Wie du lernst, deine Partnerschaft im Alltag zu feiern!

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Eine Ehe ist ein wunderbares, aber auch ein Intensives Ding. Wie schaffen wir es als Eltern nur, die Heiligkeit unserer Liebe im Alltag zu zelebrieren? Yogalehrerin und freie Traurednerin Fabienne Bogdahn weiß mehr!


Da sitzen wir inmitten von Wäschebergen, mit von Kinderbrei bekleckertem Shirt. Hetzen von der Kita-Rush-Hour zum Turnen und am Abend diskutieren wir mit unserem Partner/in zum gefühlt 100. mal, dieses eine Thema, das uns so sehr auf die Palme bringt. BOAH!
 
Und dann komme ich und sage, dass unsere Beziehungen höchst spirituell sind. Auch in diesen Momenten. WHAT?

 

Ich weiß, fest umschlungen von den Tentakeln des Alltags, geht es oft mehr darum, es einfach nur irgendwie zu schaffen, als sich auch noch mit unserer Beziehung auf einer höheren Ebene auseinander zu setzen. Manchmal wollen wir auch einfach gar nicht mehr reden, sondern nur unsere Ruhe.

Aber lass mich erklären, warum ich fest davon überzeugt bin, dass Beziehungen spirituell sind und was das überhaupt bedeuten soll.

Eine Ehe ist ein wunderbares, aber auch ein intensives Ding

In meiner Funktion als freie Traurednerin, verheirate ich Paare, die keiner bestimmten Religion angehören oder aus diversen Gründen nicht in der Kirche heiraten wollen oder können. Denn irgendwie spüren alle Paare, dass das mit dem Heiraten doch etwas Besonderes ist, sei die Zeremonie auch noch so klein und unaufgeregt.

Als mein (wunderbarer) Mann und ich 2014 geheiratet haben, wussten wir, dass wir eine freie Trauung, also losgelöst von Religion und Dogma wollen, aber das unser „Ja-Wort“ dennoch ganz viel Tiefe haben sollte. Deep ohne Dogma eben. Und bei vielen Paaren ist genau der gleiche Wunsch da. Deshalb kehren manche nur für ihre Hochzeit in die Kirche zurück, die sie vorher lange nicht mehr von Innen gesehen haben. Irgendwie fühlt es sich gut an, die Ehe sozusagen „absegnen“ zu lassen.


Denn machen wir uns nichts vor: Eine Ehe ist ein wunderbares, aber auch ein Intensives Ding. Und da will doch niemand von allen guten Geistern verloren sein, oder?

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Die Ehe? Spirituell? Das vergessen wir in der Wildheit des Alltags manchmal

Aber warum sollte eine Beziehung außerhalb der Kirche weniger segensreich zelebriert werden? Also wurde meine Firma Spiritual Weddings geboren, die sich genau auf diese Art von Trauungen spezialisiert hat. Gemeinsam mit dem Paar finde ich heraus, was für es bedeutsam ist, was ihm ganz individuell das Gefühl von Verbindung und Behütet-Sein gibt und dann zelebrieren wir das in einer ganz persönlichen Trauung. Oft mit einem Ritual, um den Moment unvergessen zu machen.

Ok. Also, dass die Hochzeit ein ganz besonderer Moment ist, das wird wohl kein Paar bestreiten. Aber die Ehe? Spirituell? Das Vergessen wir in der Wildheit des Alltags manchmal. Und das gilt nicht nur in der Ehe, sondern natürlich auch für jede andere Beziehung.

Spiritualität kommt von Lateinisch spiritus, was soviel wie Geist oder Hauch, bzw. spiro
ich atme bedeutet. Das heißt, dass dieser Geist, das Hochgefühl der Hoch-Zeit weiter getragen wird, durch all die Jahre, die wir als Paar miteinander verbringen. Bis zur Marmor-Hochzeit (nach 90 Jahren – Puh!). (Oder eben durch die Dauer einer langen Beziehung, wenn wir nicht verheiratet sind.) Dazu braucht es dann nicht nur einen Hauch, sondern einen langen Atem.

Und dafür ist es wichtig, dass wir uns um Laufe unserer Beziehung immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass wir mit diesem Menschen an unserer Seite nicht zufällig zusammen sind.

 

Alle Beziehungen sind dazu da, das „Mehr“ in uns heraus zu kitzeln und uns immer näher zu der Antwort auf die Frage: „Wer bin ich und was soll das hier?“ zu bringen. Der Partner fungiert dabei aus yogischer Sicht als Spiegel. Oft zeigt er uns Aspekte, die wir an uns nicht mögen, nicht annehmen wollen – unsere sogenannten Schatten und offenbart uns schonungslos unsere Schwächen. Und wer schreit da im ersten Moment schon laut „Juchu"?!


Das Ego geht gleich in den „Ungeliebt-Modus“. Gedanken wie: „Er/sie liebt mich nicht mehr.“, „Nie kann ich es richtig machen.“, „Ich bin nicht gut genug.“ kommen auf. Wenn wir aber nicht in diese Falle tappen, können wir so viel mehr entdecken. Wir können zum Sakshi, dem neutralen Beobachter, werden und die Szenerie und unsere Rolle darin mit Abstand betrachten. Und dann können wir unsere Muster entdecken: Warum reagiere ich so? Was will ich nicht sehen? Was sind meine Trigger?
Und wenn wir uns diese Offenheit bewahren, anstatt in die Drama-Achterbahn einzusteigen, dann kann Wachstum passieren. Sowohl auf der Ebene der Beziehung, aber eben auch ganz individuell für den Einzelnen.

Erleuchtung heißt mehr zu sehen. Auch die schmutzigen Ecken auszuleuchten

Erleuchtung heißt mehr zu sehen. Auch die schmutzigen Ecken auszuleuchten, die wir versuchen so gut zu verbergen. Euer Partner wird sie zumindest erahnen. Und euch bewusst oder unbewusst immer wieder darauf hinweisen. Und genau das ist es, was er tun muss, um euch in eurem Wachstum zu unterstützen. Auch, wenn er/sie nicht immer die richtigen Methoden oder Worte findet. Die große Aufgabe für beide Partner ist es, das Ganze jenseits von Ego-Gerangel zu betrachten, und stattdessen liebevoll zu bleiben. In dem Wissen und dem Vertrauen darauf, dass jeder in sich etwas unfassbar Schönes birgt, das herauskommen mag. Und gerade eine Partnerschaft vermag es uns aufzubrechen, damit wir mehr und mehr zu uns finden und dieser Schönheit begegnen können.

Wie Marianne Williamson es so schön beschreibt: „Das ist das schönste Geschenk, das wir einem Menschen machen können: die Erlaubnis, immer besser zu werden. Ist es in einer Welt, die ständig darauf aus ist, uns herunterzumachen, nicht wunderbar, einen Partner zu haben, der einen aufbaut?“


Habt euch lieb,

 

eure Fabienne

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Mehr zur fabelhaften Fabienne

Wenn du mehr über Fabienne und ihre Arbeit erfahren möchtest, folge diesen Links:

 

fabiennebogdahn.com

 

 

spiritualweddings.de

 

Und wenn du einfach mal eine Auszeit für dich brauchst, kannst du auch eine fabelhafte Yogareise mit ihr unternehmen.

 Fotos: Skyren, privat

 

 


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