Ratzfatz-Morgenroutine für Yogamamas // Die besten Helfer aus Yoga und Ayurveda

Bye-bye, Müdigkeit! Mit Kundalini-Fröschen und Co. frisch in den Tag

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Es ist und bleibt eines der größten Themen von uns Mamas: Schlafmangel und die damit verbundene Müdigkeit. Doch Yoga und seine Schwesterwissenschaft Ayurveda halten viele Tools bereit, um easy und energetisiert durch den Tag zu kommen. MOMazing-Gastautorin Lisa Stopik ist als Mama einer zweijährigenjährigen Tochter, Lehrerin für Vinyasa- und Kundalini-Yoga, Heilpraktikerin und Ayurveda-Therapeutin Expertin auf dem Gebiet und teilt hier ihren Erfahrungsschatz mit dir!


Als Mama, ja, auch als Yogamama, kennen die meisten das Gefühl der tiefsitzenden Müdigkeit und Erschöpfung, nach einer mit Bauchweh, Alpträumen und ähnlichem durchwachten Nacht. Dein Kind hat in dieser Nacht (diesen Nächten) viel Liebe und Energie benötigt und du als Mama hast nicht Mal die notwendigste Menge Schlaf abbekommen, um einigermaßen funktionieren zu können. Bei deinem Schatz ist morgens oder nach wenigen Tagen meist alles wieder gut, der Alltag ruft laut: A-C-T-I-O-N-! Und du musst schnell wach und einigermaßen klar alle Bälle wieder in der Luft jonglieren. Aber das ist nicht immer so einfach, wenn das Prana sich ausgeschöpft anfühlt …

 

Da meine kleine Maus generell sehr nachtaktiv war und ist, habe ich mit der Zeit immer mehr Möglichkeiten  gefunden, wie ich an einem müden Morgen schnell in Kontakt zu meinem Prana und meinem Selbst kommen kann, und habe für dich hier eine Auswahl aus meinem Yoga- und Ayurveda-Erfahrungsschatz zusammengestellt.

In dem Wissen, das selten Zeit für eine ausgiebige Morgen-Routine ist, sind alle Tips eher kleine Quickies für müde Mamas (und Papas), die du für dich individuell testen und zusammenstellen kannst!

Drei Ayurveda-Wunderhelfer für einen frischen Yogamama-Morgen

Das allmorgendliche ayurvedische Reinigungsritual hat das Ziel, unsere Sinne zu reinigen, um am vor uns liegenden Tag klar und bewusst Denken und Handeln zu können. Nun braucht man für ein ausgiebiges Morgenritual Zeit, die morgens, gerade mit Baby und Kleinkind nicht im Überfluss vorhanden ist … Aber Du kannst trotzdem einiges tun!

 

In circa fünf Minuten kannst Du folgende Mini-Morgenroutine unterbringen:

  • Um den Schleim der Nacht loszuwerden, nimm zur Nasenreinigung einen Tropfen Anutailam (Ayurvedisches Nasenöl) in jedes Nasenloch und massiere sanft einen Moment deine Nasenflügel.
  • Zähne putzen und Zunge mit einem Zungenkratzer säubern, um die Sprache zu klären. Zusätzlich kannst du auch ein Kurzversion des Ölziehens praktizieren (1 Min durch die Zähne ziehen) z.B. mit ayurvedischem Arimedi Öl, aber auch Sesamöl und Mandelöl funktionieren gut.
  • Die Augen wieder zum strahlen und sehen bringen, kannst du mit kaltem Wasser und dem Auftragen vom Lakshmi Kajal ( gibt es farblos oder farbig)  – dieser nährt und klärt die Augen über den Tag und ist schnell wirksam… Auch toll für lange Reisen!
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Kleine Wachmacher für müde Mamas aus dem Ayurveda

  • Heißes Ingwer-Zitronenwasser mit einer Prise langem Pfeffer.
  • Wenn ohne Kaffee das Prana gar nicht wach werden will, gib eine Prise Kardamon in deine Tasse.
  • Langsam und sanft machen dich die essentiellen Aromaöle Zitrus oder Minze wach, inem du kleine Tropfen hinter die Ohrläppchen und auf die Handgelenke gibst und einreibst.
  • Füsse mit Rosmarin und Mandelöl/Sesamölmischung einreiben. Meine Tochter macht das  immer mit mir zusammen und wir geniessen das sehr! (Wenn das Kind noch klein ist am besten kein Rosmarin, da es nicht vertragen werden könnte).


Anmerkung: Solltest Du generell erschöpft sein und das Gefühl haben, gar nicht mehr in die Kraft zu kommen, empfehle ich dir, dich an eine Ayurveda Therapeutin/Beraterin zu wenden, um ein individuelles Konzept zu erarbeiten.

Asana und Pranayama für einen guten Start in den Tag

Am Morgen eine ganze Sequenz zu üben und die Müdigkeit aus Körper und Geist zu vertreiben, ist für uns Mamas manchmal schwierig. Aber es gibt Asanas, mit denen du dir etwas Erdung und Wachheit  verschaffen kannst. Du kannst sie nutzen, um dir einen Anker für den Tag setzen!

Tadasana und Ardho Mukta Svanasana  (Herabschauender Hund)

In beiden Positionen hast du Raum, dich zu erden und ins Hier und Jetzt hineinzuwachsen. Die satte Erdung hilft dir, die Erd-Energie in dich hineinzusaugen, und wenn du einen Moment den Blick weich werden lässt, kannst du es kurz gut sein lassen, was auch immer gerade gewesen ist, um dann einen frischen klaren Blick zurück auf die Situation zu führen.

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Kundalini Yogafrösche für einen energetisierten Start in den Tag!

Aus der Kundalini-Tradition habe ich für mich als eine der energetisierendsten Asanas überhaupt, den Frosch mitgenommen. Durch seine Intensität, den konsequenten Wechsel zwischen aufrechter und umgekehrter Kopfausrichtung und Tempo, beginnt das Feuer hier zu brennen, Agni wacht auf und du mit ihm. Du kannst 26/54/108 Wiederholungen machen, je nachdem, was im Moment für dich gerade möglich ist.


Anleitung:

 

  • Komme in die weite, yogische Hocke, hebe die Fersen vom Boden ab und bringe sie zusammen. Schiebe nun die Knie mehr auswärts und setze die Fingerkuppen vor dir auf.

 

  • Atme tief ein. Nun schiebe mit einer kraftvollen Ausatmung die Sitzhöcker nach oben in eine Vorbeugen-Variation mit geschlossenen, gehobenen Fersen (diese bleiben immer gleich) und mit der Einatmung setzt du dich zurück auf die Fersen.

 

  • Mache mit starken und schnellen Bewegungen und kraftvollen Atemzügen weiter. Du wirst merken, wie alles in dir schnell wach wird!
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Kapalabhati oder Feueratem

Der Feueratem ist ein wunderbares Mittel, schnell Lebendigkeit in den Körper zu bringen, schön als Morgenritual, direkt nach dem Aufstehen.


Durch Kapalabhati kann mit etwas Übung ein Gefühl großer Klarheit und Frische speziell im Kopf entstehen, und eine neue Wachheit tritt ein.

 

Warum ist das so? Weil mehr Sauerstoff in kürzerer Zeit in den Körper fliesst, also Energie gebündelt aufgenommen wird, und genauso intensiv Kohlenstoffdioxid abtransportiert wird. Du entgiftest Körper und Geist und aktivierst die Nerven.

 

Kurzanleitung:

 

  • Setz Dich auf eine feste Unterlagen, und finde deine volle Aufrichtung (geht auch stehend).
  • Atme bewusst 2-3x tief ein und aus, dann ein und beginne den Nabel fest anzuziehen, so dass du Luft ausschnaubst, um sie dann, den Nabel losslassend, wieder einfliessen zu lassen.
  • Der aktive Fokus liegt auf der Ausatmung. Du kannst dann die Geschwindigkeit so steigern, wie du es rhythmisch gut halten kannst für 1-3 Minuten.

 

Es ist ratsam, dies von einem Lehrer zu lernen, bevor man es selbst anwendet, da falsch angewendet Komplikationen auftreten können.

Guten-Morgen-Mantra

Das Wichstigste zum Schluss: Setz dir ein Morgen-Mantra, wenn nichts anderes geht, kann dir das als Anker durch den ganzen Tag helfen!

Finde dein Morgen Mantra, nicht an einem der fordernden Tage, sondern in einem Moment der Stille, wenn du ganz bei dir bist.

 

Tauch ein mit der Intention:

  • Was ist mir jeden Tag wichtig?
  • Was möchte ich in jedem Tag finden?

 

Für mich ist es Liebe, zu meinem Kind, zu meinen Lieblings-Menschen, zum Leben und zu mir. So entstand für mich mein Mantra:

 

Ich bin Liebe, jeden Tag.

 

Mamasté,

 

Deine Lisa

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Mehr zu Lisa:

„Meine erste Begegnung mit Yoga hatte ich während meines Sport-Management-Studiums  in London. Unsere Wege kreuzten sich immer wieder in verschiedenen Ländern und Stilrichtungen. 2005 wurden Ashtanga und Kundalini Yoga meine große Liebe. 2009 unterrichtete ich erst Kundalini, dann ab 2011 primär Vinyasa- und therapeutisches Yoga. Heute arbeite ich als Yogalehrerin für Vinyasa , Pre- und Postnatal und als Ayurveda Therapeutin in meinem kleinen Studio Yogasense in Berlin. Ayurveda ist für mich der Weg in die Kraft zu kommen, sich heil zu machen, mit einfachen Dingen, die im Alltag so oder so stattfinden, nur eben angepasst an das individuelle Energiefeld. Yoga und Ayurveda sind unwiederuflich miteinander verbunden und tragen sich gegenseitig.“

Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Teile deine Erfahrung in den Kommentaren und lasse andere Mamas mit dir wachsen! Ölziehen, Meditation, Sonnengrüße, eine Lieblings-Asana oder ein Mantra? Wie sieht dein Start in den Tag aus?

 Fotos: privat

 

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Liane (Mittwoch, 09 August 2017 23:41)

    Ich beginne meinen Morgen mit 12 Sonnengrüßen seit mein Sohn zwei Jahre alt ist und durchschläft. Diese Übung beeinflusst meinen ganzen Tag. Die Frösche probiere ich auch gerne aus!

  • #2

    Leonie (Donnerstag, 10 August 2017 09:20)

    Meine Kleine (6 Monate) schläft gerade auch ganz schlecht. Morgens ist sie dann fit und vergnügt. Diese Zeit nutze ich für ein paar Asanas. Ab morgen werde ich den Frosch mit einbauen. Danke für den Tipp!

  • #3

    Kathrin (Donnerstag, 10 August 2017 09:54)

    Liebe Leonie, liebe Liane,

    vielen Dank für euer Feedback! Frösche und Sonnengrüße sind ein super Start in den Tag! Toll, dass ihr Yoga so in euren Morgen integriert!

    Liebe Grüße,

    Kathrin