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Yogamama-Wisdom // Beckenboden-Meditation

Eine Mama-Meditation für drei besondere Muskelstränge

Ich danke Katrin Michel für das Rezensionsexemplar ihres Buchs „Mama werden, Mama sein“.

Hier kommt mein Nikolaus-Geschenk für alle Yogamamas: Eine Meditation für den Beckenboden aus Katrin Michels fabelhaftem Buch „Mama werden, Mama sein – Das Meditationsbuch für die achtsame Schwangerschaft, Geburt und erste Zeit mit Baby“. Als ich Katrins Buch neulich zum ersten Mal in den Händen hielt und den Text zur Meditation für drei besondere Muskelstränge las, musste ich sie einfach fragen, ob ich ihn für das MOMazing-Special #beckenbodenglück veröffentlichen darf. Ich durfte – und so öffnet sich hier Türchen Nummer sechs des Yogablog-Adventskalender, einer Initiative von ganzwunderbar.com, mit buchstäblich besinnlichen Momenten des Ankommens für alle Mütter, die heute wahrscheinlich nichts im Stiefel hatten … Diese Auszeit ist nur für EUCH!


Bevor ich die Meditation wiedergebe, möchte ich dich darauf hinweisen, dass Katrin in ihrem Buch eine sehr schöne Einstiegsentspannung und einen liebevollen Schlussteil verfasst hat. Bei mir auf dem Blog geht es sofort zur Sache. Nur so viel sei gesagt:

 

  • Mach es dir für die nächsten Minuten rumdum bequem, setz dich angelehnt hin oder leg dich hin und schnapp dir eine Decke und ein Kissen, das du unter deine Beine legen kannst. Du kannst dir den Text von deinem Partner vorlesen lassen oder ihn selber lesen – nimm dir Zeit und lass die Worte auf dich wirken.

Die Meditation beginnt: Spüre ganz genau zu deinem Beckenboden hin

Spüre einmal ganz genau zu deinem Beckenboden hin. Vielleicht möchtest du dir die drei Muskelstränge vorstellen, die deinen Bauchraum nach unten abschließen. Die Muskeln haben an einigen Stellen deines Beckenbodens eine beachtliche Dicke von bis zu vier Zentimetern. Ist das nicht erstaunlich? Dadurch ist dein Beckenboden in der Lage, Unfassbares zu tragen.

 

Ist dein Beckenboden gut trainiert, verleiht er deinem Körper die nötige Stabilität und entlastet zudem deinen Rücken. Er kann dich in diesen Pausen optimal beim Niesen oder auch beim Lachen unterstützen und sorgt dafür, dass du Blase und Darm kontrollieren kannst. Normalerweise geschieht all dies, ohne dass du viel davon mitbekommst.

Anerkennende Gedanken für deinen Beckenboden

Durch die Schwangerschaft und das zunehmende Gewicht deines Babys wird dein Beckenboden auf den Prüfstand gestellt. Mache dir bewusst, was er in den letzten Monaten geleistet hat. Er hat nicht nur deine Organe getragen, sondern auch deinem Baby Halt verliehen, den es benötigt hat. Deine Muskeln wurden vor allem in diesem so wichtigen Bereich maximal gedehnt und deine Bänder so wie dein Bindegewebe sind mit der Zeit immer lockerer geworden. Wie wunderbar, dass diese Anpassungen geschehen sind, denn sie waren notwendig, damit sich dein Baby optimal entwickeln konnte.


Denke nun mal an die Geburt deines kleinen Schatzes. Dein Baby musste, um das Licht dieser Welt erblicken zu können, deinen Beckenboden durchqueren. Stell dir vor, dies war nur möglich, weil die Muskeln deines Beckenbodens an Spannung verloren und durch hormonelle Veränderungen weicher geworden sind. Vielleicht möchtest du eine Zeit lang an genau diese Region deines Körpers denken und ihr anerkennende Gedanken schicken. 


Mach dir bewusst, dass viele Frauen nach der Geburt das Gefühl haben, dass ihr Beckenboden taub ist

Vielleicht fälllt die Wahrnehmung der Beckenbodenmuskulatur gerade nach der Geburt besonders schwer. Mach dir bewusst, dass viele Frauen nach der Geburt das Gefühl haben, dass ihr Beckenboden taub ist, oder sie fühlen sich sogar nach unten offen. Wenn auch du dieses Gefühl hast, nimm dies wahr und habe Geduld. Es wird eine Weile dauern, bis alles wieder seinen Platz gefunden hat. Setze dich nicht unter Druck. Wenn du gerade noch im Wochenbett bist, kann es sein, dass du besonders jetzt ein starkes Bedürfnis nach Ruhe und Erholung hast. Vertraue darauf, dass die Zeit kommen wird, in der du die Kraft hast, deinen Beckenboden wieder aufzubauen. Lasse diesem Bereich deines Körpers eine besondere Schonung zu kommen, indem du eine Überlastung deines Beckenbodens durch schweres Tragen vermeidest und möglichst nicht aus der Rückenlage aufstehst.

 

Sei ohne Sorgen, dein Beckenboden wird sich mit der Zeit regenerieren und zu seiner alten Stabilität zurückfinden. 


 

Du kannst ihm aber auch jetzt schon helfen, sich nach diesen besonders starken Belastungen der Schwangerschaft und der Geburt zu regenerieren, und aktiv Momente der Entspannung herbeizuführen.


Wandere dafür mit deiner Aufmerksamkeit in den Bereich deines Unterleibes. Bemerkst du hier Veränderungen? Kannst du deine Muskulatur erspüren? Lass dir hierfür einen Augenblick lang Zeit.


 

Atme ganz bewusst in die Region deines Beckenbodens

Atme nun ganz bewusst in die Region deines Beckenbodens. Vielleicht möchtest du dir nun vorstellen, dass du bei jedem Einatmen gleißendes Sonnenlicht aufnimmst. Es erfüllt nun deinen ganzen Herzraum und erleuchtet hell deinen Brustkorb. Nimm noch ein paar Atemzüge und spüre, wie es von allein anfängt, dich zu wärmen und zu schützen.


Sende nun bei jedem Ausatmen dieses wärmende Licht zu den Muskeln deines Beckenbodens. Die drei Muskelschichten, und somit dein Beckenboden, sind nun umhüllt von gleißendem, wärmendem Licht. Fühle wie du Verspannungen loslassen kannst. Nimm deine Entspannung wahr und spüre nach, wie warm und voller Energie dein Beckenboden nun ist. Lass dir hierführ ausreichend Zeit.

Mehr zum Meditations-Buch „Mama werden, Mama sein“

Hier noch ein wenig zum Hintergrund: In Mama werden, Mama sein* gibt Biologin und Meditations-Expertin Katrin Michel werdenden Mamas wertvolle Inspiration für die wohl aufregendste Zeit im Leben. Neben einem Woche-für-Woche-Überblick über die Entwicklung des Babys mit Platz für Notizen, sind meine Highlighte lebensnahe Meditationen für vorzeitige Wehen oder Blutungen, Übelkeit, Sodbrennen, Kaiserschnitt oder fürs Stillen. 172 Seiten liebevoll zusammengestellt und geschrieben für alle werdenden achtsamen Mamas. Hinreißend: Mit Bildern von Kindern zwischen drei und 16 Jahren.

 

 

 

Mama-Meditation fürs Ohr

Die Meditationen von Katrin gibt es auch auf CD! Momente für dich & dein Baby * ist mit 24 Entspannungsmeditationen ein fantastisches Geschenk für alle werdenden Yogamamas. Zurücklehnen und entspannen!

 

Noch mehr Meditation für (werdende) Mamas

Schaut mal auf kamija, dem Blog für Meditationen, Achtsamkeit und Wohlfühlen in und nach der Schwangerschaft von Autorin Katrin Michel vorbei! Hier findet ihr auch Meditations-CDs, Katrins Buch und eine Mamaherz-Kollektion für Mamas und Schwangere!

Auf innige Meditations-Sessions mit deinem Beckenboden!

 

Mamasté,

 

eure Kathrin

 

 

 

P.S. Was sich hinter Türchen Nummer Sieben verbirgt, könnt ihr morgen bei Ashtanga-Yogini Melanie von ganzwunderbar.com lesen!

Yogablog-Adventskalender

*Affiliate Link

 Fotos: privat

 

 


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Kommentar schreiben

Kommentare: 6
  • #1

    Laura (Mittwoch, 06 Dezember 2017 13:41)

    Ich wusste bis heute nicht, dass es eine Meditation für den Beckenboden gibt und bin begeistert! Vielen Dank für dieses sinnvolle Nikolausgeschenk;-)

  • #2

    Dirk (Donnerstag, 07 Dezember 2017 07:48)

    Hm, das ist dann weniger für mich....... ;) Liebe Grüsse Der Gute Reisende

  • #3

    Chrissi (Montag, 11 Dezember 2017 14:49)

    Liebe Kathrin,

    zwar bin ich weder Mama noch werdende Mama, wollte dir aber als weitere Yoga Blog Adventskalender-Teilnehmerin trotzdem einen Kommentar dalassen :)
    Tatsächlich kann ich mir diese Meditation - etwas abgewandelt - generell auch gut zum Runterkommen für jedermann vorstellen. Rein von der Beschreibung her klingt sie jedenfalls wie eine ideale Entspannungsübung.

    Danke für's Vorstellen!
    Liebe Grüße,
    Chrissi

  • #4

    Kathrin (Montag, 11 Dezember 2017 15:24)

    Liebe Chrissi,
    was für ein schönes Feedback! Das freut mich sehr zu lesen! Interessanterweise lesen hier einige Yoginis mit, die weder schwanger sind, noch Kinder haben. Das finde ich richtig gut!
    Genau wie unseren Yogablog-Adventskalender – ein tolles Projekt!

    Alles Liebe,

    Kathrin

  • #5

    Kathrin (Montag, 11 Dezember 2017 15:26)

    Lieber Dirk,

    ein wenig adaptiert könntest du es mal ausprobieren. Jetzt hast du mich zu einer Beckenboden-Meditation für Papas inspiriert;-)

    Herzliche Grüße,

    Kathrin

  • #6

    Kathrin (Montag, 11 Dezember 2017 15:27)

    Liebe Laura,

    von Herzen gerne!

    Alles Gute für DICH,

    Kathrin