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Empowerment für Schwangere // Maria Christina Gabriel über Blessingway-Zeremonien für werdende Mamas

Maria Christina Gabriel über Blessingway Zeremonien für Schwangere auf dem Yoga Mama Blog MOMazing.

Maria Christina Gabriel durfte ich euch vor ein paar Monaten schon mal in einem fabelhaften Interview rund um das Thema Geburt auf dem Blog vorstellen. Die Birth Doula und spirituelle Mentorin aus New York City und ich haben uns in der Zwischenzeit auch endlich offline kennengelernt und bei ihrem letzten Besuch in Hamburg ein gemeinsames Projekt „geboren“: Unser Baby heißt  Blessingway – Zeremonien für werdende Mamas“  und ist ein sehr besonderer Workshop für Schwangere und ihre lieben Begleiterinnen. Am 18. März laden wir sie ins Yogastudio Soul & Yoga ein – und hier erzählt euch Christina, wie sie Blessingway-Zeremonien kennengelernt hat, und was überhaupt dahinter steckt …


Es stimmt wirklich: Je länger man im Ausland lebt, desto mehr wird man sich seiner eigenen Herkunft gewahr. Ich lebe nicht nur als Deutsche in New York City, ich merke auch fast täglich, wie deutsch ich denke, erzogen und geprägt bin. Das fällt mir kaum irgendwo so stark auf, wie bei meiner Arbeit als Birth Doula in den USA. Während die Amerikaner sich in Sachen Nacktheit doch noch etwas schwer tun, ziehen wir Deutsche gerade beim Thema Schwangerschaft gerne den diffusen Angstvorhang zu.

Mir war bis zu meiner ersten Klientin tatsächlich nicht bewusst, wie angespannt das Thema gesellschaftlich in meinem Umfeld geprägt war. Und wie viele Tabus und Scham durch Nicht-Austausch entstehen können. Freunden und Familie gleich zu Anfang vom positiven Schwangerschaftstest berichten? Not so sure. Den Namen des zukünftigen Sprosses als Anzeige in der New York Times Monate im voraus bekannt geben? Warum nur?! Eine große Babyshower feiern, Wochen bevor das Kind da ist? Wer kommt nur darauf?! Schließlich könnte ja immer noch etwas Unverhofftes passieren. Kurzum: Mir ist bewusst geworden, wie gerne ich mich als Deutsche absichere und Handfestes in „sicheren Tüchern“ bevorzuge.

Die New Yorker haben mich daher also regelmäßig zum Staunen gebracht (und zum Lachen über mich selbst). Und zu der Frage: Wie kommt es eigentlich, dass sich so viel ums Baby dreht (Stichwort: Windeltorten) und kaum etwas um die wochenlange Transformation, die die Mutter erlebt? Schwangerschaft scheint so oft mit Medizin, Schulung und Wissensfindung einherzugehen. Der Frage, ob wir die wichtigen Bücher zur Vorbereitung gelesen haben. Wie alle Check-Ups laufen. Intensiver Vorbereitungskurs oder doch nur ein Wochenende? Dabei gibt es doch noch eine tieferliegende Ebene. Die Bewusstmachung, dass hier ein wichtiger Übergang stattfindet, vom Frausein zur (mehrfachen) Mutter, dem Eintauchen in einen neuen Lebensabschnitt. Wie wird dieser Phase des Lebens Raum und Achtsamkeit gegeben? Vor allem in den vielen Aufs und Abs, die einem emotional wie auch physisch auf dem Weg begegnen. 

 

Die in den USA derzeit angesagten Gender-Reveal-Parties (Überraschung: Der Kuchen ist pink, wir bekommen noch ein Mädchen!) geben mir da doch zu wenig Augenmerk drauf.
Zugegeben: An kaum einem anderen Fleckchen Erde leben so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarben, Kulturen miteinander wie in New York City. 8,55 Millionen waren es 2016. Menschen, die völlig unterschiedliche Ideen darüber teilen, was Schwangerschaft und Geburt mit sich bringen - und wie diese gefeiert werden. Drum saß ich also eines Tages im letzten Frühjahr auf einem schicken runden Bodenkissen bei meiner ersten Blessingway Zeremonie und war schlichtweg von den Socken.

Blessing Way-Zeremonien: Empowerment für die werdende Mama

Maria Christina Gabriel über Blessingway Zeremonien für Schwangere auf dem Yoga Mama Blog MOMazing.

Ein sonnendurchfluteter Nachmittag im Kreise von Frauen unterschiedlicher Generationen, die einzig und allein dem Empowerment der werdenden Mama gelten. Ein Inner Circle aus Herzensmenschen, die zusammenkommen, um ihre Freundin beim Übergang in das Neue zu begleiten. Sie daran zu erinnern, wie kraftvoll und stark ihr Körper ist. Ihr bewusst machen, dass ihre weibliche Intuition sie führen wird, dass ihr Körper genau weiß, was zu tun ist. Die guten Wünsche für die bevorstehende Geburt mitteilen und einen gemeinsamen Segen schenken. An diesem Nachmittag wurden keine materiellen Geschenke ausgetauscht, sondern etwas viel Wertvolleres: Vertrauen, Miteinander, Unterstützung.

Wie konnte ein so wichtiges Ritual verloren gehen?, fragte ich mich auf dem Nachhauseweg. Frauen verbindet für mich im Kern etwas tief Intuitives, Empathisches, Bestärkendes. Wir sind kraftvoll, zart, sanft, stark, bebend, magisch, heilend … Unsere Natur ist zyklisch. Unsere Periode fließt mit den Phasen des Mondes und wir können unsere Blutung miteinander anpassen, wenn wir genügend Zeit miteinander verbringen. Energie bewegt sich in Zyklen, kreativ, kreisend wie eine Spirale und genau so leben auch wir unseren ganz eigenen Rhythmus. Seit Urzeiten kommen Frauen so in Ritualen zusammen, um dieses alte Wissen weiterzugeben und sich zu erinnern. Sei es in Red Tents, beim Sitzen am Feuer oder dem Teilen von Geschichten beim gemeinsamen Essen. Gerade in unserem schnellen digitalen Zeitalter ist es so essentiell, sich wieder diese Zeit zum Fühlen der eigenen Kreativität und Identität zu nehmen. Das Geschenk wartet in der Hingabe an diese feine Energie.

Blessingway: Mit einem postiven Mindset Richtung Geburt

Auch wenn heute nicht mehr die ältesten des Stammes zusammenkommen und ihre Weisheit teilen, so haben wir in unserer urbanen Welt doch einen ebenso wichtigen Schatz mitzugeben: Die Kraft unserer Intuition. Viele der Mütter mit denen ich arbeite, schätzen es zutiefst, sich noch einmal einen klaren Moment zu nehmen und innerlich auszurichten, gerade wenn in den letzten Wochen der Schwangerschaft die Welt etwas Schwarz-Weiß wirken kann. Affirmationen, wertvolle Impulse, die Erinnerung an die eigene Kraft, das Nutzen positiver Bilder für die Geburt. Unser Mindset trägt so viel dazu bei, wie sehr wir uns auf das Gebären einlassen. Wer kann da nicht eine kleine Erinnerung gut gebrauchen und sich noch einmal fest drücken, mit Liebe überschütten und feiern lassen?

Bei meinem letzten Blessingway in Brooklyn durfte ich eine werdende Mama begleiten, die sich nach einer Kaiserschnittgeburt nun aus vollem Herzen eine vaginale Geburt für das zweite Kind wünschte. Gemeinsam haben wir sie in dieser Vision unterstützt, sie erinnert, sich nicht gedanklich zu sehr festzufahren. Sanft kreisend in den Hüften zu bleiben. Entspannter Mindset, entspanntes Becken. Wir haben meditiert, die guten Wünsche ins Universum abgegeben und Baby No. 2 einen Liebesbrief geschrieben, dass es in seinem ganz eigenen Tempo zur Welt kommen und gemeinsam mit Mama diese neue Geburts-Erfahrung teilen darf. Es sind manchmal diese Kleinigkeiten, die die großen Aha-Momente erzeugen. Und: ein Segen vom Schutzengel kann nie schaden.

Wie bei allem in meiner Arbeit lasse ich mich bei den Blessingway Zeremonien von meiner Intuition leiten. Wähle die Blüten und Düfte aus, die im Gespräch mit der werdenden Mama vor meinem inneren Auge entstehen. Ich sehe mich nicht als Expertin, sondern halte den Sacred Space. Ein Raum für Wachstum. Ein Raum der Einkehr, des Vertrauens und der inneren Ruhe.

Ein Sprichwort besagt „It takes a village to raise a child“. Ich glaube, es braucht die Gemeinschaft schon viel früher. Damit wir Frauen uns an unsere Ur-Kraft erinnern, an das Glück einer selbstbestimmten, bestärkenden Geburt und das Einlassen auf den unkontrollierbaren Flow des Lebens. Blessingway feiert diesen heiligen Übergang und schenkt der Mama-to-be Raum und Anerkennung. Du bist gesehen. Wir stehen hinter dir und begleiten deinen Weg und das, was Schwangerschaft und Geburt lehren möchten.
 

Blessingway-Zeremonie für Schwangere in Hamburg

Segen für Mutter und Baby: Maria Christina Gabriel über Blessingway Zeremonien für Schwangere auf dem Yoga Mama Blog MOMazing.

Blessingway – Zeremonien für werdende Mamas“ ist ein Workshop von Maria Christina Gabriel und mir (Kathrin), der Herz und Seele nährt.


Werdende Mamas erhalten einen Segen für die bevorstehende Geburt – Doulas, Hebammen und alle, die mit Schwangeren arbeiten, sind ebenso willkommen, um an diesen alten Zeremonien teil zu haben.
Blessingway-Rituale kommen traditionell von den amerikanischen Ur-Einwohner und verbinden die Zyklen von Mutter Erde mit dem Übergang von der Frau zur Mutter. Ideal, um die beste Freundin oder Schwester als Begleitung dabei zu haben, und gemeinsam den Space zu halten.

Dieser besondere Workshop ist die erste Ausgabe der MOMazing Me-Time-Reihe 2018.

Kosten: 95 Euro inklusive aller Untensilien für die Zeremonien.
Anmeldung bitte per Mail, die Plätze sind begrenzt.

 

Ja, ich will dabei sein!

Mehr zu MOMazing-Gastautorin Maria Christina Gabriel

Birth Doula Maria Christina Gabriel über Blessingway Zeremonien für Schwangere auf dem Yoga Mama Blog MOMazing.

Mehr zur Arbeit von Maria Christina Gabriel lest ihr in diesem Interview über Schwangerschaft, Spiritualität und „Sacred Passages“!

 

Oder besucht sie doch mal auf ihrer Homepage!

Mehr zum Thema Blessingway findet ihr in diesem informativen Artikel!

Fotos: Maria Christina Gabriel


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